Planung

Planung

Bei der Planung eines Bauvorhabens können viele Fehler gemacht werden. Nachfolgend habe ich einige eigene Erfahrungen sowie Tipps aufgeführt die bei der Planung helfen können.

Architektenbüros rechnen in der Regel nach der Höhe der ermittelten Bausumme ab. Es gibt aber viele kleine Baubüros (oft nur Ein-Mann Betriebe) in denen Bautechniker oder -meister sitzen die über großes Fachwissen verfügen. Oft rechnen diese kleinen Betriebe auch nicht prozentual nach der Bausumme ab, sondern lassen sich auf Stundenbasis bezahlen. Trotz oft besserer Betreuung während der Bauphase lassen sich so je nach größe des Bauvorhabens oft schon 5.000 – 10.000 € einsparen.

Das Wichtigste ist jedoch, dass die Chemie zwischen Bauherren und Planer stimmt. Denn während der Bauphase wird man viel Zeit miteinander verbringen.

Nach dem erstellen der Baupläne ist der Planer vor allem für die Angebots und Rechnungsprüfung zuständig. Deshalb sollte er wenn möglich auch immer vor Ort mit dabei sein wenn Aufträge an Fremdfirmen vergeben werden. Nur so kann er auch prüfen ob die beauftragten Arbeiten planungsgemäß ausgeführt wurden.

Auch bei der Abnahme der verschiedenen Gewerke sollte der Planer anwesend sein, um die fachlich richtige Ausführung zu prüfen. Denn ist die Qualität der verwendeten Materialien schlechter als im Angebot, oder wurden Arbeiten nicht fachgemäß ausgeführt, kann der Laie das oft nicht erkennen.

 

 

 

Ablauf der Planung

Entwurfsplanung

Nach Auswahl des Planers (oft kann man sich hier auf Erfahrungsberichte von Freunden und Bekannten verlassen) sollte ein erster Termin am Bauplatz stattfinden. So kann sich der Planer schon einen groben Überblick verschaffen. Auch über die angestrebte Zeitschiene sollte bereits gesprochen werden. Das hilft um von vornherein klare Verhältnisse zu schaffen. Denn ein guter Planer wird gleich darauf hinweisen ob das gewünschte Zeitlimit auch realistisch ist.

Beim zweiten Termin wird es dann schon konkreter. So wird der Planer die Wünsche und Vorstellungen der Bauherren aufnehmen, sowie das vorhandene Budget feststellen. Desweiteren wird er bereits auf mögliche Schwierigkeiten hinweisen und erste eigene Ideen mit einfließen lassen. Auch wird das Grundgestell (also ob Bungalow, Stadtvilla etc.) festgelegt.

Danach macht sich der Planer an die ersten Entwürfe und schlägt in der Regel bereits eine grobe Raumaufteilung mit vor. Denn ein guter Planer hat zu diesem Zeitpunkt bereits eine grobe Vorstellung der Leitungsführung und kurzen Wegen. Da auch das ein Punkt ist der später Kosten und Zeit sparen wird (durch kürzere oder weniger Leitungen usw.). Oft wird auch der Weg von der Haustüre zum Kühlschrank kurz gehalten, um nach dem Einzug mit den Einkäufen keine unnötig langen Wege zu haben.

Sind Planer und Bauherren zu einem Ergebnis gelangt mit dem sich beide anfreunden können ist die Entwurfsplanung abgeschlossen.

 

 

Genehmigungsplanung

Nachdem der Planer zusammen mit dem Bauherren den ersten finalen Entwurf samt Kostenentwicklung erstellt hat, wird er den Eingabeplan erstellen. Dieser beinhaltet bereits z.B. Ziegelfarbe, die ermittelten Baukosten, sowie viele weitere Details. Auch die Bauweise (Holzrahmenbau, Massivbauweise usw.) wird darin schon beschrieben. Dabei wird auch je eine Ansicht für jede Himmelsrichtung erstellt. Außerdem wird die genaue Lage des Gebäudes auf dem Grundstück eingezeichnet. Diese Unterlagen sollte man dann bei der zuständigen Baubehörde der Stadtverwaltung einreichen und eine Bauvoranfrage stellen. Da dies wesentlich günstiger ist als die spätere Baugenehmigung durch das Landratsamt sollte dies in jedem Fall gemacht werden um unnötige Kosten zu vermeiden. Von Vorteil ist es auch, die Nachbarn auf der Bauvoranfrage unterschreiben zu lassen um zu zeigen, dass diese mit dem Bauvorhaben einverstanden sind. Nach der positiven Rückmeldung zur Bauvoranfrage kann die Baugenehmigung beim Landratsamt beantragt werden.

 

 

Ausführungsplanung

Mit der Ausführungsplanung wird nach erfolgter Baugenehmigung begonnen. Meist wird auch nicht die komplette Ausführungsplanung fertig gestellt bevor mit dem Bau begonnen wird. Vielmehr wird der Planer meist den nächsten Schritt erst komplett durchplanen, während der vorher geplante noch ausgeführt wird. Das spart beim Hausbau in Eigenleistung auch oft Geld. Da den Bauherren oft erst während der Bauphase neue Ideen kommen, werden so Änderungskosten vermieden.

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